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Erfahrungsbericht: Universiteit Leuven

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An der Universiteit Leuven, Faculty of Business and Economics, stehen bis zu vier Austauschplätze für je ein Semester zur Verfügung.

Das Studienjahr ist in Semestern organisiert:

  • 1. Sem.: Ende September - Ende Januar
  • 2. Sem.: Ende Januar - Anfang Juni

Unterrichtssprachen sind Holländisch und Englisch.

... und Meinungen aus den Erfahrungsberichten ehemaliger Austauschstudenten

Uni und Studium

Wenn Ihr Euren Bescheid bekommt, daß es nach Leuven geht (so ca. im April), solltet Ihr Euch als erstes mal überlegen, welche Kurse Ihr dort besuchen wollt. Ihr werdet recht bald über Frau Dr. Stenke ein ziemlich umfangreiches Leuven-Info-Paket erhalten. Da stehen die wichtigsten Dinge zu den Vorlesungen, zur Uni und zu den ganzen Formalitäten drin. Ich kann Euch dazu nur sagen: sehr hilfreich (unbedingt lesen), es wird aber alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Termine, Zeit- und Ortsangaben sind nicht so genau zu nehmen - der erste Kontakt mit der belgischen Kultur... Als ich am angeblich "letzten Tag" meine Unterlagen im ERASMUS-Koordinationsbüro abholen wollte waren diese noch nicht einmal fertig zusammengestellt - ein echter Kulturschock.

An Vorlesungen (falls Ihr nicht vor habt niederländische zu besuchen) kommen für Euch nur solche aus dem Junior Program in Frage. Die Vorlesungen des Junior Programs sind eigentlich für die amerikanische Partner-Uni der KU Leuven eingerichtet, aber trotzdem voll besetzt mit ERASMUS-Studenten. Ihr habt hier die Wahl zwischen verschiedenen Fächern, nicht nur Wirtschaft alleine. Ja ja, die Vorlesungen... Zum Glück ist da aber nicht viel drüber zu erzählen, denn die sind ziemlich vergleichbar mit unseren. In manchen Vorlesungen ist jedoch viel mehr Mitarbeit von den Studenten gefordert. Das werdet Ihr aber relativ schnell selber herausfinden. Auch die Prüfungen lassen sich ungefähr mit unseren vergleichen - keine Überraschungen auf diesem Gebiet.

Was unbedingt zu empfehlen ist, ist die Teilnahme an den Orientation Days. Dort werden einem die wichtigsten Sachen an der Uni, in Leuven und in Belgien gezeigt und man lernt gleich mal seine Mit-ERASMUSser kennen - ein Superspaß! Im übrigen solltet Ihr Euch an das ERASMUS-Komitee der Fachschaft EKONOMIKA halten. Die organisieren speziell für ERASMUS-Studenten der Wirtschaftsfakultät Parties, Ausflüge und so weiter.

Zudem gibt es jede Menge Einrichtungen und Ihr werdet bei Fragen und Problemen nach allen Kräften unterstützt. Neben dem Housing Service (siehe Unterkunft) gibt es noch einen Studentenjobdienst, einen Arzt, ein Sportzentrum (kostet 600 BF/30 DM zusätzlich), ein Computerlabor und jede Menge Mensen. Ihr braucht übrigens auch keine Sorgen zu haben, daß Ihr gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten werdet: E-Mail ist natürlich auch verfügbar (wie Ihr daran kommt wird Euch auch während der Orientation Days erzählt). Ein Rad und einen Computer müßt Ihr ebenfalls nicht unbedingt mitbringen. Beides kann dort recht günstig bei "Velo" bzw. von der Uni gemietet werden.

Ebenfalls eine tolle Einrichtung ist die Organisation für ausländische Studenten "Pangaea". Wenn Ihr dort Mitglied werdet, bekommt Ihr eine Tasse mit der Ihr Euch im Pangaea-Café umsonst Kaffee holen könnt. Außerdem gibt es dort ausländische Zeitungen und immer jemanden, der Lust auf ein Pläuschchen hat. 

Sprache

Falls Ihr die Zeit, das Geld und die Lust habt Niederländisch zu lernen (im übrigen sehr einfach für Deutsche), ist der Sommerintensivkurs ("Joos Florquin") zu empfehlen. Infos gibt es im Info-Paket oder beim ILT (Instituut voor Levende Talen, Tel. 0032 16 325671).

Auch zum Erlernen sonstiger Sprachen seit Ihr in Leuven goldrichtig gelandet. Es lassen sich hier eine schier unüberschaubare Fülle von Sprachen lernen. Die Kurse sind nicht zu groß und die Preise unschlagbar.

Unterkunft

Falls Ihr auf Nummer sicher gehen wollt was eine Unterkunft angeht, könnt Ihr Euch mit dem Housing Service (Huisvestingsdienst) in Verbindung setzen (Tel. 0032 16 324436 oder 324402). Dort gibt es ungefähr ab Anfang August eine Liste mit Zimmern von ERASMUS-Studenten aus Leuven die ins Ausland gehen. Diese Methode hat mehrere Vorteile: 1. könnt Ihr sicher sein, daß das Zimmer einen gewissen Mindeststandard aufweist, da die belgischen Studenten ja wieder dorthin zurückkehren wollen und 2. ist es in Leuven ziemlich schwer ein Zimmer für nur ein Semester zu mieten. Über eins müßt Ihr Euch jedoch im Klaren sein: der Wohnstandard liegt durchschnittlich niedriger als bei uns! Die meisten Studentenzimmer haben nur Gemeinschaftsbad und -küche (manchmal nicht mal das) und kosten so zwischen 4000 und 8000 BF (ca. 200-400 DM) - Zimmer mit eigenem Bad und Küche nennen sich "Studios" und sind natürlich auch teurer (ca. 9000-13000 BF, rund 450-650 DM). 

Freizeit und Mobilität

Falls Ihr Lust aufs Weggehen habt, schaut einfach mal abends auf den Oude Markt. Eine Kneipe reiht sich hier an die andere. Zu Essen gibt es hier natürlich auch etwas! Unbedingt müßt Ihr die Frituur Europa probieren. Frisch gemachte Pommes Frites von Marie-Jeanne! Leider blieben mir die Öffnungszeiten bis zum Schluß ein Rätsel. Wenn Ihr dann dabei seid, Euch Eure neue Heimat zu erlaufen, solltet Ihr Euch außer dem Oude Markt auch mal das Rathaus, die Universitätsbibliothek und den Groot Begijnhof anschauen. Das sind eigentlich die eindrucksvollsten Bauwerke in Leuven.

An Städten in Belgien sehr zu empfehlen ist auch noch Brügge. Ein wirklich sehr schönes Städtchen und mit dem Zug völlig problemlos zu erreichen. Auch London, Paris und Amsterdam sind zugmäßig sehr gut angebunden.

A propos Zugfahren: wenn Ihr das öfter vorhabt lohnt sich auf jeden Fall der Go-Pass mit dem Ihr für rund 1400 BF (ca. 70 DM) 10 Fahrten so weit Ihr wollt in Belgien machen könnt. Falls Ihr vorhabt Belgien mit dem Auto zu erkunden nur so viel: der gesamte Innenstadtbereich von Leuven ist Parkscheibenzone. Wollt Ihr Euer Auto also länger parken geht das nur am Ring. In Leuven selber braucht man sowieso kein Auto. Das Rad ist hier das beste Fortbewegungsmittel. Dazu allerdings: wenn Ihr auf dem Rad mal etwas falsch macht, laßt Euch dabei wenigstens nicht erwischen! Entgegen der Einbahnstraße oder in der Fußgängerzone radeln kostet schlappe 100 DM, ein nicht-funktionierendes Licht ist zum Sparpreis von 280 DM zu haben...

Übrigens: falls Ihr mal was einkaufen wollt - die Bondgenotenlaan sowie die parallel dazu verlaufende Diestsestraat sowie die Parijs-, Tiense- und Brusselsestraat bieten alles was das Herz begehrt. Auch die sensationellen belgischen Waffeln.

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